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Workshop: Prüfung von Potentialausgleich und Erdung in elektrotechnischen Anlagen

So prüfen Sie richtig nach BetrSichV, BGV A3 (DGUV Vorschrift 3), DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0100-410 und DIN VDE 0100-540!!

Prüfung mit Messgerät an Kasten

Erdung und Potentialausgleich sind wichtige Maßnahmen zum Schutz bei indirektem Berühren in elektrischen Anlagen. Nur durch eine korrekt geplante und ausgeführte Erdungsanlage können im Fehlerfall Abschaltungsbedingungen erfüllt und entstehende Potentialunterschiede abgebaut sowie mögliche Personengefährdungen vermieden werden. Der Gesetzgeber schreibt daher auch regelmäßige Prüfungen vor.

Im Workshop erläutern Ihnen unsere erfahrenen Praxistrainer kompetent und detailliert die technische Funktion von Potentialausgleich und Erdung sowie deren Wechselwirkungen. Sie lernen, den rechnerischen und messtechnischen Nachweis zu führen und erfahren zudem alles Wichtige über die Planung, Errichtung und Prüfung von Potentialausgleichs- und Erdungsanlagen.

Der funktionale Unterschied zwischen Schutz-Erdung und Funktions-Erdung wird detailliert herausgearbeitet.

Prüfverfahren in Theorie und Praxis

An praktischen Beispielen lernen Sie die wesentlichen Prüfverfahren, deren Vor- und Nachteile sowie den praktischen Umgang mit heutiger Messtechnik kennen. Dafür stehen Ihnen moderne Prüfmittel zur Verfügung. Darüberhinaus wird Ihnen die Notwendigkeit einer aussagefähigen Dokumentation der Messergebisse für die betriebliche Praxis erläutert. Begleitend werden auch die juristischen Fragen, denen sich die prüfende Elektrofachkraft stellen muss, eingehend erörtert.

Für die Messungen steht eine große Auswahl moderner Messgeräte bereit. Jede Messaufgabe wird per Videokamera übertragen und praxisnah erklärt.

“Die Fachkompetenz des Referenten war sehr gut und er ist auf die Fragen eingegangen und hat keine Fragen offen gelassen. ”

Sergio Koch, Fa. Bilfinger Chemserv

Die Vorteile Ihrer Weiterbildung – Prüfung von Potentialausgleich und Erdung in elektrotechnischen Anlagen

  • Sie können eine fachliche Bewertung der Messergebnisse vornehmen.
  • Sie wissen, worauf es bei der Prüfung von Potentialausgleich und Erdung ankommt.
  • Sie sind in der Lage, schnell und effizient Erdungsanlagen auszumessen.
  • Sie können beurteilen, welche Normen für Ihr Vorhaben zutreffend sind.
  • Sie erkennen, welche Messverfahren für die jeweilige Aufgabenstellung die Richtige ist.
  • Sie erhalten ein herstellerneutrales Demonstrationspraktikum und lernen Messtechnik verschiedener namhafter Hersteller im Einsatz kennen.

Die Schwerpunkte des Workshops

  • Rechtliche Grundlagen – Verantwortlichkeiten
  • Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen durch Erdungsanlagen und Nachweis
  • Messpraxis (Demonstration)
  • Spezielle Praxisprobleme
 Detaillierte Inhalte zum Workshop

Rechtliche Grundlagen – Verantwortlichkeiten

  • Rechtliche Grundlagen und die Verantwortung von Unternehmern, verantwortlicher Elektrofachkraft , Elektrofachkraft (EFK) und elektrotechnisch unterwiesenen Personen (EuP)
  • Befähigte Personen
  • Die Vorgaben der BetrSichV, DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3) in Bezug auf Verantwortlichkeiten, die durchzuführenden Prüfungen sowie die Bestimmung und Einhaltung von Prüffristen
  • DIN-VDE-Normen (Schwerpunkte DIN VDE 0100-410, DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0100-540)
  • Normen, Normenvorgaben und eigener Entscheidungsspielraum

Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen durch Erdungsanlagen und Nachweis

  • Schutz durch elektrische Erdungsanlagen nach VDE 0100-410
  • Netzsysteme und Schutzziele im TN-, TT- und IT-System
  • Zweck des Potentialausgleichs (Schutz-PA und Funktions-PA)
  • Bestimmung von Leitungsquerschnitten für PE / PA
  • Fundamenterder (Errichtung, Prüfung, Haftung) nach DIN 18014, Potentialsteuerung
  • Erdung von Rohrleitungssystemen
  • Ausführungsformen von zentralem und örtlichem Potentialausgleich
  • Zentraler Erdungspunkt (ZEP)

Messpraxis (Demonstration)

  • Prüfungen von Erdungsanlagen
  • Prüfablauf (Besichtigen, Erproben, Messen, Dokumentieren)
  • Auswahl von Prüf- und Messverfahren, mögliche Messfehler und deren Bewertung
  • Prüfungen an verschiedenen Erdungsmodellen und an realen Erdern
  • Messung des Schutzleiterwiderstandes, des Potentialausgleich und der Ableitströme
  • Verstärkter oder doppelter Schutzleiter bei hohem Schutzleiterstrom
  • Ermittlung des Erdungswiderstandes: Schleifenimpedanz-Methode, Strom-Spannungs-Methode,
    Zwei-, Drei-, Vierpolmethode, selektives Stromzangenverfahren, Erdungsmesszange, spezifischer Erdwiderstand

Spezielle Praxisprobleme

  • PEN- und Neutralleiterüberlastung durch Oberschwingungen
  • Allstromsensitive Fehlerstromschutzschalter (RCDs)
  • Einsatz eines gemeinsamen Erders für mehrere Fehlerstromschutzschalter (RCDs)
  • EMV-Probleme bei geerdeten Anlagen und Geräten
  • Vagabundierende Betriebsströme
  • Erdung und Potentialausgleich von Anlagen mit Frequenzumrichtern
  • Betriebsbedingte und fehlerbedingte Ableitströme im Schutzleiter

 VDSI-Punkte

Dieser Workshop wird vom VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Sie erhalten mit Ihrer Teilnahme:

WEKA Akademie 1 VDSI Punkt Arbeitsschutz

WEKA Akademie 1 VDSI Punkt Brandschutz

 Teilnehmerkreis

Elektrofachkräfte (EFK) und befähigte Personen, die mit Prüfaufgaben an Erdungssystemen betraut sind und den Nachweis der Einhaltung der technischen Regeln in solchen Anlagen, wie z. B. die Abschaltung im Fehlerfall, die Einhaltung der zulässigen Berührungsspannungen sowie die korrekte Dimensionierung aller dafür erforderlichen Komponenten zu erbringen haben, sowie Unternehmer, Führungskräfte und verantwortliche Elektrofachkräfte (VEFK), die für den sicheren Betrieb von elektrotechnischen Erdungsanlagen und deren Prüfung die Verantwortung tragen.

Referent

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Geltec

Die Praxistrainer der Geltec-Ingenieurgesellschaft für Elektrosicherheit sind erfahrene Referenten, die ...

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