Wesentliche Veränderungen an Maschinen sowie Gesamtheiten von Maschinen (Verkettung)

Lernen Sie die Anforderungen gemäß Maschinenrichtlinie (MRL) und BetrSichV kennen und setzen Sie diese praktisch um!

Mit Erläuterung des neuen Interpretationspapiers des Bundes zur Gesamtheit von Maschinen und dessen Auswirkung auf die Praxis.

Maschinen müssen häufig an eigene spezielle Anforderungen oder an neue veränderte Produkte angepasst werden. Einige Betreiber konstruieren einen
Teil ihrer Maschinen selbst oder verändern sie. Damit werden sie selbst zum Hersteller – mit allen rechtlichen Konsequenzen, insbesondere der Pflicht zur Erfüllung der Anforderungen aus der Maschinenrichtlinie.

Doch von Betreibern und Interessenvertretungen werden immer wieder Bedenken geäußert, dass die MaschRL in der Praxis zu schwierig in der Umsetzung ist. Dass dies nicht so sein muss, erfahren Sie in diesem Workshop.

MaschRL: praxisnah und rechtskonform

Hier lernen Sie den rechtskonformen und praxisgerechten Umgang mit der MaschRL im Hinblick auf "Gesamtheiten von Maschinen" und "wesentlicher Veränderung". Sie bekommen detaillierte Antworten auf Fragen wie "Wann gilt bei gebrauchten Maschinen die BetrSichV und wann die MaschRL?" oder "Welche Änderungen können auch ohne nachgeschaltetes Konformitätsbewertungsverfahren durchgeführt werden?" Ebenso wird das schwierige Thema "Zusammenfügen von Maschinen und Teilmaschinen" vertieft behandelt.

Die Schwerpunkte werden in der Theorie erläutert und deren Umsetzung wird anschließend vom erfahrenen Referenten anhand praktischer Beispiele demonstriert. Gerne können Sie auch eigene Fälle – mit neuen Maschinen ebenso, wie mit Gebrauchtmaschinen – zur Diskussion stellen.

Checklisten und Beurteilungstools, die Sie direkt im Betrieb anwenden können, erleichtern die schnelle Einstufung und die Dokumentation.


Ihr Nutzen

  • Sie können Änderungen an Ihren Maschinen im Sinne des Seminarinhaltes beurteilen und die notwendigen Maßnahmen ableiten.
  • Sie wissen, ob bei „miteinander kommunizierenden Maschinen“ eine Gesamtheit (Verkettung) vorliegt.
  • Sie schaffen eine rechtskonforme und praxisgerechte Dokumentation beim Umgang mit der MaschRL.
  • Sie erhalten Checklisten und Bewertungstools, die Sie sofort in Ihrem Betrieb umsetzen können.
  • Sie erkennen, dass die MaschRL, richtig angewandt, kein „Schreckgespenst“ für Anlagen- und Verfahrensoptimierungen ist.


Die Schwerpunkte

  • Gesetzliche Hintergründe
    - Erläuterung der grundsätzlichen gesetzlichen Hintergründe (Basics) von MaschRL und BetrSichV
    - Trennendes und Zusammenhängendes bei Maschinen und Arbeitsmitteln
  • Gesamtheiten von Maschinen
    - Voraussetzungen die getrennte Maschinen zu einer Gesamtheit zu verbinden
    - Auswirkungen auf das Konformitätsbewertungsverfahren
    - Vorstellung von Beurteilungstools
    - Gruppenarbeit: Beurteilung von Beispielen kommunizierender Maschinen mit Hilfe von praxisbewährten   Beurteilungstools und Checklisten
  • Wesentliche Veränderung von Maschinen
    - Geltungsbereich der MaschRL bei Altmaschinen
    - Klären der Begriffsdefinition „Wesentliche Veränderung“
    - Wann wird eine Maschine bzw. Maschinenanlage wesentlich verändert?
    - Änderung von neuen und gebrauchten Maschinen
         • Umrüsten einer Maschine
         • Änderung einer Teilmaschine
         • Ersetzen einer Teilmaschine
         • Anbau einer Teilmaschine
  • - Auswirkung auf die bestehende CE-Konformität
    - Erarbeiten eines Ablaufdiagramms
    - Gruppenarbeit: Beurteilung geänderter Maschinen (z.B. Rührwerksbehälter, Fertigungsanlagen,   Roboteranlagen sowie Beispiele der Teilnehmer) mit Hilfe von praxisbewährten Beurteilungstools und   Checklisten
  • Umbau von Maschinen für den außereuropäischen Markt
    - Ausnahmen von der MaschRL
  • Wie können Maschinenoptimierungen rechtskonform im Sinne der MaschRL durchgeführt werden


Ihr Referent

Labestin, Bernhard, Dipl.-Ing. (FH)

Herr Labestin ist Manager für Sicherheit und Umweltschutz sowie für Genehmigungen in einem Chemieunternehmen. Er verfügt über langjährige Erfahrungen in Projektteams für Neuanlagen im Sinne des BImSchG als Sicherheitsingenieur tätig, unter anderem als fachlicher Ansprechpartner für MaschRL und BetrSichV. Herr Labestin ist im zugehörigen UA 2 "Mechanische Gefahren" sowie in Arbeitskreisen zur Erstellung der TRBS.


Teilnehmerkreis

Planer, projektverantwortlichen Ingenieure, Techniker, Maschinenbauingenieure, Projekt- und Betriebsleiter, die für den Umbau bzw. die Veränderung, Instandhaltung und Reparatur von Maschinen und Anlagen (auch Tankanlagen) verantwortlich sind, sowie alle Personen, die für die sicherheitstechnische Konzeption Verantwortung tragen (Leitungsebene) und Sicherheitsbeauftragt.

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Termine & Orte

27.09.2012
Stuttgart
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Web-Code:
6220

Dauer: 1-tägig
09:00-17:00 Uhr

Teilnahmegebühr:
590,00 EUR
zzgl. 19% MwSt.



Ihr Leistungspaket:

  • 1x Mittagessen inkl. Getränk
  • Seminarunterlagen
  • Zertifikat



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