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2 Tage INTENSIV-SEMINAR | Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Arbeitszeitrecht in der betrieblichen Praxis

Betriebliche Arbeitszeitmodelle stehen aktuell vor neuen Herausforderungen: der demographischen Entwicklung, den neuen mobilen Arbeitsmitteln und den stärkeren Forderungen nach besserer Balance zwischen Arbeit und Freizeit.

Erfahren Sie in diesem Seminar, welche betriebliche Regelungen und Arbeitszeitmodelle gesetzlich möglich sind und welche arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen bestehen. Der Referent schult Sie über die Reichweite und Grenzen von Direktions- und Mitbestimmungsrechten und Sie erhalten einen praxisorientierten Überblick über die aktuelle Rechtsprechung.

Zusätzlich lernen Sie, welche Aufsichtspflichten der Arbeitgeber beim Einsatz von Laptop, Smartphone und Dienstreisen hat!

Die Zielsetzung Ihrer Weiterbildung

  • Sie erfahren, welche Ansatzpunkte für betriebliche Regelungen von Arbeitszeitmodellen im demografischen Wandel denkbar sind und welche arbeits- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen bestehen.
  • Sie kennen sich mit gesetzlich geregelten Teilzeitansprüche und Optionen „unbürokratischer“ Arbeitszeitmodelle zur Realisierung längerer Freistellungen aus.
  • Sie werden überdies eingehend über Reichweite und Grenzen von Direktions- und Mitbestimmungsrechten bei der Aufstellung und Änderung von Dienstplänen informiert.
  • Anhand von Praxisbeispielen lernen Sie außerdem Modelle der rechtssicheren Vertretung von Ausfallzeiten kennen.

“Eines der besten Seminare, das ich erlebt habe. Zielorientiert, mit guten praktischen Beispielen. Klare Kommunikation, kompetenter Vortragender.”

Volker Knorz, KLA-Tencor MIE GmbH

Die Schwerpunkte des Seminars

  • Einhaltung des ArbZG beim Einsatz mobiler Arbeitsmittel
  • Berechnung der Höchstgrenzen der werktäglichen Arbeitszeit
  • Neuregelung des Anspruchs auf befristete Teilzeit
  • Neue BAG-Rechsprechung zur Vergütung von Reisezeiten
  • EUGH-Urteil zur Grenze maximal zulässiger Arbeitstage in Folge
  • Arbeitsbezogene Aufsichtspflichten und Haftung des AG
  • Rücksichtnahme des Arbeitgebers auf Nachtdienstuntauglichkeit
  • Rechtskonforme Handhabung von Rufbereitschaft
  • Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats
  • Direktionsrecht bei kurzfristigem Personalausfall
  • Flexibilisierung der Arbeitzeit
  • Freistellungsmodelle mit und ohne Langzeitkonten/Zeitwertkont
  • Seminarinhalte
  • Teilnehmerkreis

Seminarinhalte

Die Seminarinhalte

Die Grundlagen des Arbeitszeitrechts

  • Arbeitszeitbezogene Regelung in Arbeitszeitschutzrecht, Tarifrecht, Betriebsverfassungsrecht und Arbeitsvertragsrecht
  • Überblick und Grundlagen des Gestaltungsrahmens für Arbeitszeitmodelle
  • Strukturmerkmale des Arbeitszeitgesetzes
  • Arbeitszeitschutzrechtliche Grenzen bei Auslandsdienstreisen

Höchstgrenzen der Arbeitszeit, Mindestruhezeiten und Pausen gemäß Arbeitszeitgesetz und EU-Recht

  • Berechnung des "individuellen Werktages"
  • Begriff der „Arbeitszeit“ und Grenzfälle
  • EuGH-Rechtsprechung zu Fahrzeiten im Außendienst mit Home Office
  • Ausgleichszeiträume der Höchstarbeitszeit bei flexibler Arbeitszeitverteilung
  • Neuregelung des Anspruchs auf befristete Teilzeit
  • Mindestruhepausen und Mindestruhezeit
  • Neues EuGH-Urteil zur Anzahl maximal zulässiger Arbeitstage in Folge
  • Abgrenzung von Arbeits- und Ruhezeit bei Rufbereitschaft
  • Zulässige Abweichungen vom ArbZG aufgrund Tarifvertrag, betrieblicher Regelung oder behördlicher Bewilligung
  • Sondervorschriften für Nacht- und Schichtarbeitnehmer
  • Individueller Anspruch von nachtdienstuntauglichen Arbeitnehmern auf Einsatz im Tagdienst
  • Zulässigkeit von 12h-Schicht-Modellen
  • Novellierung von Arbeitszeitbestimmungen des Mutterschutzgesetzes
  • Zulässige Abweichungen vom Arbeitszeitrecht in Notfällen und außergewöhnlichen Fällen (mit Checkliste)
  • Handhabung der Arbeitszeiten von Betriebs- und Personalräten

"Sonntags nie?" Zulässigkeit fallbezogener und regelmäßiger Sonn- und Feiertagsbeschäftigung

  • Überblick zulässiger Tätigkeiten gemäß § 10 ArbZG und sonstiger Bestimmungen
  • Einzeltatbestände zulässiger Sonn- und Feiertagsarbeit (z. B. Vermeidung wirtschaftlicher Nachteile, Sicherung von Arbeitsplätzen)
  • Einzelfallbezogene Sonn- und Feiertagsbeschäftigung mit behördlicher Bewilligung
  • Handhabung von Ersatzruhetagen für Sonn- und Feiertagsarbeit

Aufsichts- und Dokumentationspflichten des Arbeitgebers, Verantwortlichkeit und Haftung für die Einhaltung des Arbeitszeitschutzes; Rechte der Aufsichtsbehörden

  • Aufzeichnungspflicht für Arbeitszeiten gem. § 16 ArbZG und ihre praktische Umsetzung
  • Aufsichtspflichten des Arbeitgebers bei "mobiler Arbeit" (Laptop, Smartphone etc.)
  • Abgrenzung von mobiler Arbeit und "Telearbeit" gemäß Arbeitsstättenverordnung
  • Aufsichts- und haftungsrechtliche Verantwortlichkeit von Arbeitgeber und Führungskräften
  • Prüfungs- und Sanktionspraxis der Aufsichtsbehörden bei Arbeitszeitüberschreitungen
  • Checkliste: Aufsichtsbehördliche Prüfung der Einhaltung des ArbZG

Rechtsfragen im Kontext betrieblicher Arbeitszeitgestaltung und Gestaltungsempfehlungen für Arbeitszeitmodelle

  • Die Mitbestimmung des Betriebsrats über Lage und Verteilung der Arbeitszeit sowie Verlängerung der betriebsüblichen Arbeitszeit
  • Abgrenzung von mitbestimmungsfreien und mitbestimmungspflichtigen Fragen der Arbeitszeitgestaltung
  • Reichweite des arbeitszeitbezogenen Auskunftsanspruchs des Betriebsrats
  • Ausübung von Mitbestimmungsrechten durch Rahmenvereinbarungen über flexible Arbeitszeitmodelle (mit Praxisbeispielen)

Flexibilisierung der Arbeitszeit

  • Weiterentwicklung klassischer Gleitzeitmodelle
  • Empfehlungen für Servicezeitregelungen
  • Zeitkontenmodelle für den fortlaufenden Zeitausgleich
  • Zulässigkeit von Kappungsregelungen bei Zeitkontenmodellen
  • Arbeitsrechtliche Bewertung privater Arbeitsunterbrechungen (z.B. Raucherpausen)
  • Formularmäßige Abgeltung von Mehrarbeit
  • Betriebliche „Spielregeln“ für Vertrauensarbeitszeit
  • Regelung von Rufbereitschaft und Reisezeiten
  • Checkliste: Arbeitszeitbezogene Regelungen in Arbeitsverträgen (mit Formulierungsbeispielen)
  • „Flexi-Instrumente“ zur Anpassung von Arbeitszeit an wechselnde Arbeitszeitbedarfe
  • Direktionsrecht und Mitbestimmung bei kurzfristiger Flexibilisierung der Arbeitszeit
  • Rechtssichere Modelle zur Vertretung kurzfristiger Ausfallzeiten
  • Entgeltfortzahlung bei flexibler Arbeitszeit und „chronischer Mehrarbeit“
  • Umrechnung des Urlaubsanspruchs in Schichtmodellen
  • Checkliste: Arbeitszeitbezogene Regelungen in Betriebs-/Dienstvereinbarungen (mit Gestaltungsbeispielen) für Arbeitszeit im flexiblen Tagesdienst („Gleitzeit“) und Schichtdienst
  • Auswirkungen des Mindestlohngesetzes auf Zeitkontenmodelle

Langzeitkonten und weitere Modelle zur Individualisierung der Arbeitszeit

  • Abgrenzung von (fortlaufenden) Zeitkonten und Langzeitkonten (Zeitwertkonten)
  • Sozialversicherungsrechtliche Arbeitgeberpflichten bei der Führung von Wertguthaben
  • Mögliche Einlagen und Entnahmen in bzw. von Wertguthabenkonten
  • Verzahnung von Langzeitkonten mit den Zeitkonten für den fortlaufenden Zeitausgleich
  • Checkliste für Langzeitenkonten-Regelungen
  • „Individualisierungs-Bausteine“ in betrieblichen Arbeitszeitmodellen (auch ohne Wertguthaben)
  • Faktorisierung von Entgeltbestandteilen (Umwandlung von „Geld in Zeit“)
  • „Vertikale Teilzeit“ (Blockteilzeit)
  • Wahl-Arbeitszeit
  • Neues Gesetz zur „Brücken-Teilzeit“
  • Umrechnung des Urlaubsanspruchs bei Wechsel der Vertragsarbeitszeit

Teilnehmerkreis

Teilnehmerkreis

  • Vorstand / Geschäftsführung
  • Personalleitung
  • Personalentwicklung
  • Führungskräfte und Mitarbeiter/-innen aus den Bereichen:
    • Personal- und Sozialwesen
    • Organisation
  • Kaufmännische und technische Leitung
  • Betriebsräte
  • Assistenten / Assistentinnen der Geschäftsführung
  • Arbeitszeitspezialisten

Arbeitszeitrecht in der betrieblichen Praxis

Referent

Foto RA Dr. Christian Schlottfeldt

RA Dr. Christian Schlottfeldt

hat sich als Rechtsanwalt auf Rechtsfragen der betrieblichen Arbeitszeitgestaltung spezialisiert. Darüber hinaus entwickelte er als langjähriger Kooperationspartner der ...

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