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2-Tage INTENSIV-SEMINAR | Mit aktuellem EuGH-Urteil zur Aufzeichnungspflicht!

Gestaltung flexibler Schicht-, Dienst- und Einsatzpläne im Pflegedienst

Traditionelle Arbeitszeitmodelle werden den modernen Anforderungen im Pflegebereich oft nicht gerecht. Starre Monatspläne mit festen Diensten behindern nicht nur eine konsequente Patientenorientierung, sondern auch den immer wichtiger werdenden flexiblen Personaleinsatz. Im Intensiv-Seminar zeigen wir Ihnen, welche Alternativen es zu den klassischen Dienstplanmodellen gibt. Anhand von Beispielen aus dem Teilnehmerkreis lernen Sie die Methodik der Erarbeitung flexibler Schicht-, Dienst- und Einsatzpläne kennen. Dieses Wissen wird durch die Behandlung rechtlicher Rahmenbedingungen (aktuelle EuGH-Rechtsprechung und BAG-Urteile) und die Steuerung flexibler Arbeitszeitmodelle ergänzt. Außerdem werden Fragen der Einführung neuer Arbeitszeitmodelle behandelt.

Die Lernziele Ihrer Weiterbildung

  • Sie erhalten einen Überblick der rechtlichen Rahmenbedingungen im Zuge der neuen BAG-Urteile
  • Mit konkreten Plänen aus dem Seminar können Sie Ihre Besetzungsvorgaben ausarbeiten
  • Sie erfahren, welche Alternativen es zu den klassischen Dienstplanmodellen gibt, und wie Sie diese effektiv einsetzen können.

“Absolut positiv, sehr innovativ und praxisnah.”

Gerhard Dyroff, Kerckhoff-Klinik GmbH

Die Schwerpunkte des Seminars

  • Konsequenzen aus dem neuen EuGH-Urteil zur Verpflichtung der Arbeitgeber zur Einführung von Arbeitszeiterfassungssystemen
  • Aktuelle BAG-Rechtsprechung:
    • Regelungen zur Abgrenzung zwischen Mehr- und Überarbeit
    • Umgang mit spontan angeordneten Überstunden bei Teilzeitbeschäftigten
  • Rechtliche Rahmenbedingungen flexibler Arbeitszeiten in der Pflege
  • Rücksichtnahme des Arbeitgebers auf Nachtdienstuntauglichkeit
  • Kriterien und Einflussgrößen für bedarfsgerechte und effiziente PersonaleinsatzpIanung in der Pflege
  • Neue Möglichkeiten der Dienstplangestaltung
  • Flexibilisierungsoptionen und Arbeitszeitoptimierung
    • Flexi-Dienste
    • Durchlaufende Grunddienstpläne
  • Seminarinhalte
  • Teilnehmerkreis

Seminarinhalte

Die Seminarinhalte

Arbeitszeitrechtliche Rahmenbedingungen bei der Dienstplangestaltung

  • Arbeitsrechtliche Grundlagen (Rechtsgebiete, Rechte-Hierarchie, etc.)
  • Rücksichtnahme des Arbeitgebers auf Nachtdienstuntauglichkeit
  • Gestaltungsrahmen für Arbeitszeitregelungen in der Pflege
  • Anordnung von Mehr- und Überarbeit (aktuelle Überstundenurteile des BAG)
  • Rechtssichere und bedarfsgerechte Umstellung des Dienstplanturnus
  • Möglichkeiten und Grenzen von Dienstplanänderungen im Rahmen des Direktionsrechts (Mehr- und Überarbeit, Diensttausch, "Holen aus dem Frei“, "nach Hause schicken“)
  • Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmervertretung
  • Arbeitszeitschutzrechtliche Rahmenbedingungen
  • Die Führungskraft als "Arbeitgeber": Ihre Aufsichts- und Kontrollpflichten
  • Einsichts- und Auskunftsrechte in Bezug auf den Personaleinsatz
  • Verstöße im Sinne des Arbeitszeitgesetzes

Pflegespezifische arbeitszeitrechtliche Fragestellungen

  • Pausenvertretungsorganisation (Nachtwachen, Einzelarbeitsplätze)
  • Notfallerreichbarkeit und Einschränkung des Aufenthaltsorts während Ruhepausen
  • Wasch- und Umkleidezeiten
  • Werktägliche und wöchentliche Höchstarbeitszeit
  • Maximal zulässige Folge von Arbeitstagen
  • Gewährung der Ersatzruhetage für Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Informationsrechte des Arbeitsgebers bei Nebentätigkeiten
  • Rechtliche Abgrenzung unterschiedlicher Arbeitszeitformen (Bereitschaftsdienst, Rufbereitschaftsdienst, Stand-By-Dienste)

Praktische Erarbeitung von Grund-Dienstplänen nach den Besetzungsvorgaben der Teilnehmer

Anforderungen an Arbeitszeitregelungen in der Pflege bewältigen

  • Serviceversprechen, Servicezeit und Besetzungsstärke
  • Geschäftsprozesse identifizieren, kategorisieren und Servicelevel festlegen
  • Berücksichtigung von Auszubildenden, Praktikanten u.a. bei der Personaleinsatzplanung
  • Methoden und Grundlagen der Personalbedarfsberechnung

Alternativen der Dienstplanung

  • Schichtplan, Dienstplan, Einsatzplan
  • Mischformen (flexibler Grund-Dienstplan, Freie-Tage-Plan, Dienstlagenplan, Flexi-Dienste u.a.)
  • Mehrstufige Personaleinsatzplanung

Flexibilisierung von Dienstplänen und Arbeitszeitcontrolling

  • Rollierender Rahmendienstplan mit Vertretungswochen
  • Urlaubsplanung, Verfügbarkeitsplanung
  • Steuerung von Abwesenheitszeiten
  • Optimierung von Übergabezeiten
  • Vermeiden zuschlagspflichtiger Überstunden

Kurzfristige Ausfallzeiten vertreten

  • Organisatorische Vorkehrungen
  • Praxisbeispiele zu Stand-By-Regelungen
  • Flexi-Dienste, Stand-By-Dienst-Systeme, Springer- und Aushilfspools zur Bewältigung von krankheitsbedingten Ausfällen
  • Standortübergreifende Einsatzflexibilität

Flexibilitätsanforderungen im rollierenden Grund-Dienstplan

  • Zielbesetzungskennzahlen als Grundlage der Steuerung des Personaleinsatzes
  • Berechnung der Verfügbarkeitsquote
  • Ermittlung des Netto- und Brutto-Personalbedarfs-
  • Sinnvolle Unterplanung der Mitarbeiter unter Berücksichtigung der Verfügbarkeitsquote zur Vermeidung des Anfallens kostenintensiver Überarbeit
  • Berücksichtigung der Mitarbeiterwünsche in Bezug auf die Arbeitszeit (statt Freizeit)
  • Entwicklung der Rollenpläne und "Ausrollen" auf unterschiedliche Planungsturnusse
  • Sicherstellung von quotenmäßig gleicher Verteilung der Dienste unter Berücksichtigung der Stellenanteile der Mitarbeiter
  • Einbau von Vertretungswochen zur Urlaubsplanung
  • Vermeidung von Personalengpässen durch Urlaubskennzahlen
  • Optionen zum Auffangen kurzfristiger Krankheitsausfälle sowie der Steuerung von Bedarfsschwankungen

Teilnehmerkreis

Der Teilnehmerkreis

Das Seminar richtet sich grundsätzlich an Mitarbeiter/-innen von Krankenhäusern, Fachkliniken und Pflegeeinrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft.

  • Leitung und Mitarbeiter/-innen der Krankenhausverwaltung
  • Leitung und Mitarbeiter/-innen der Personalabteilung
  • Pflegedienstleitung/Pflegedirektion/ Pflegebereichsleitung
  • Mitarbeiter/-innen im Pflegedienst
  • Dienstplanverantwortliche
  • Betriebs- und Personalräte
  • Mitarbeitervertretungen
  • Ärztliche Leitung

Gestaltung flexibler Schicht-, Dienst- und Einsatzpläne im Pflegedienst

Referent

Foto Roßbruch, Dominik

Roßbruch, Dominik

Betriebswirt und Jurist, Geschäftsführer Roßbruch Consulting, Dozent und Lehrbeauftragter im Bereich Gesundheits- und Pflegemanagement, erfolgreicher Referent

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