Startseite Arbeitsschutz & Gefahrstoffe Gefahrstoffe Spezialwissen Gefahrstoffe Lesen und Verstehen von Expositionsszenarien/REACH im Arbeitsschutz

Inhouse-Schulung: Lesen und Verstehen von Expositionsszenarien/REACH im Arbeitsschutz

Welche Konsequenzen ergeben sich für den betrieblichen Alltag?

Die REACH-Verordnung bestimmt, dass die Verwendungen von Gefahrstoffen durch den Registranten im Rahmen einer Stoffsicherheitsbeurteilung identifiziert, in Expositionsszenarien (ES) bewertet und in der Lieferkette mit dem erweiterten Sicherheitsdatenblatt (eSDB) kommuniziert werden müssen. Damit erhält der nachgeschaltete Anwender weit umfangreichere Informationen über die sichere Verwendung von Chemikalien als bisher.

Das gilt für Gefahrstoffe, die in Mengen > 10t/a hergestellt/importiert werden. Erhält man als nachgeschalteter Anwender ein eSDB, so muss man die relevanten ES identifizieren und die dort genannten Anwendungsbedingungen einhalten, um den sicheren Umgang zu gewährleisten. Die Alternative, eine eigene Stoffsicherheitsbeurteilung durchführen zu müssen, werden die meisten Anwender vermeiden wollen. Um die Anforderungen und Handlungsoptionen verstehen zu können, müssen sich nachgeschaltete Anwender mit der Struktur und Terminologie der Expositionsszenarien auseinandersetzen.

Neben inhaltlichen Erläuterungen erhalten Sie in unserem Seminar Empfehlungen zur Herangehensweise an eSDBs sowie Hinweise auf bekannte Probleme mit diesem noch neuen Instrument. Dabei fokussieren wir uns insbesondere auf die Funktionen und Wechselbeziehungen von Expositionsszenarien und der Gefährdungsbeurteilung und prüfen die Auswirkungen auf den betrieblichen Alltag.


Die Vorteile Ihrer Weiterbildung – Lesen und Verstehen von Expositionsszenarien/REACH im Arbeitsschutz

  • Sie erhalten eine Einführung in Sinn und Zweck des erweiterten Sicherheitsdatenblattes (eSDB).
  • Sie lernen die bedeutende Rolle von Expositionsszenarien für die innerbetriebliche Praxis kennen.
  • Sie sind in der Lage, die Inhalte von Expositionsszenarien zu verstehen und die Konsequenzen für den Arbeitsschutz und die Umwelt- und Produktsicherheit einzuschätzen.
  • Sie erkennen die Zusammenhänge zum zentralen Element des Arbeitsschutzes, der Gefährdungsbeurteilung – und die Vorteile, die sich aus einer ganzheitlichen Betrachtung ergeben.

Die Schwerpunkte der Inhouse-Schulung

  • Was ist neu in erweiterten Sicherheitsdatenblättern (eSDB) und welche Angaben sind für meinen Bereich relevant?
  • Wann bekomme ich ein eSDB und was muss ich dann beachten?
  • Wie sind Expositionsszenarien aufgebaut?
  • Einführung in das Verwendungsdeskriptoren-System (use descriptor system)
  • Was muss ich tun, wenn meine Anwendung im erweiterten SDB nicht genannt ist oder gar von ihr abgeraten wird?
  • Was bedeuten die neuen Schwellenwerte DNEL/PNEC etc.?
  • Das Expositionsszenarium als mitgelieferte Gefährdungsbeurteilung?
  • Welche Informationen sind wirklich neu und erfordern neue Maßnahmen und wie sollte die Umsetzung dokumentiert werden?
  • Schnittstelle zu anderen rechtlichen Anforderungen (z.B. GefStoffV, AbwasserV)

 VDSI-Punkte

Dieses Seminar wird vom Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Sie erhalten mit Ihrer Teilnahme:

WEKA Akademie 2 VDSI Punkt Arbeitsschutz

WEKA Akademie 2 VDSI Punkt Brandschutz

 Teilnehmerkreis

Arbeitgeber, technische Führungskräfte, Verantwortliche in Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Sicherheitsfachkräfte, Qualitätsbeauftragte, Gefahrstoffbeauftragte, REACH-Beauftragte, Umweltschutzbeauftragte, Produktsicherheitsverantwortliche


Referent

Foto Heitmann, Kerstin
Heitmann, Kerstin

Kerstin Heitmann ist Dipl.-Chemikerin und im Bereich Chemikalien-Management/REACH für die ...

mehr