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Seminar: Wiederholungsunterweisung Arbeiten unter Spannung (AuS) bis 1 kV

Grundlagen – Gefahren – Vorschriften – Praxis

Viele Elektrofachkräfte bekommen häufig – manche sogar mehrmals täglich – den Auftrag, unter Spannung zu arbeiten. Dies ist in der modernen Arbeitswelt der Elektrotechnik teilweise zur Normalität geworden. Denn der Wunsch nach ständiger, unterbrechungsfreier Energieversorgung führt oft dazu, dass elektrotechnische Arbeiten durchgeführt werden müssen, ohne vorher freischalten zu können. Doch ausgerechnet Fachkräfte, die Arbeiten unter Spannung regelmäßig durchführen müssen, die ihr Handwerk verstehen und alles auch immer geregelt bekommen, laufen Gefahr, die mit dem Auftrag verbundenen Gefährdungen aus dem Blickfeld zu verlieren. Man stumpft ab, wird nachlässig, nimmt manches nicht mehr so ernst und begibt sich häufig unnötig in Gefahr, ohne es zu merken.

In dieser Wiederholungsunterweisung liegt der Fokus auf der teils verloren gegangenen Sensibilität für die Gefahren bei Arbeiten unter Spannung. Jeder der Beteiligten sollte sich immer wieder die folgenden Fragen stellen:

  • Sind die angeführten Gründe tatsächlich "zwingend"?
  • War die Arbeitsvorbereitung gründlich genug?
  • Sind alle beteiligten Fachkräfte speziell und ausreichend genug qualifiziert?
  • Stehen in ausreichendem Maße spezielle Werkzeuge und Betriebsmittel zur Verfügung?
  • Sind persönliche Schutzausrüstungsgegenstände (PSA) in ordnungsgemäßem Zustand und verfügbar?

Ziel dieses Seminars ist, auch bei sehr viel Routine und Praxis den Schutz von Gesundheit und Leben beim Arbeiten unter Spannung (AuS) zu erhalten. Alle Beteiligten, die regelmäßig Arbeiten unter Spannung ausführen, werden dabei unterstützt, die nötige Sensibilität zu festigen bzw. wiederzufinden. Sie sollen daran erinnert werden, wie wichtig es ist, die Forderungen des Arbeitsschutzes
einzuhalten. Denn:

  • Wenn beim Arbeiten unter Spannung etwas schief läuft, passiert genau das, was man ursprünglich vermeiden wollte: Es wird unkontrolliert gearbeitet!
  • Im Worst Case werden dabei auch Mitwirkende gefährdet.

Der Ablauf des Seminars nach DGUV Regel 103-011 (vormals BGR A3) und DGUV Vorschrift 1
(vormals BGV A1) sieht folgende Schwerpunkte vor:

Theoretische Unterweisung zum Arbeiten unter Spannung

  • Rechtsfragen und Regeln der Technik
  • Gefahren des elektrischen Stroms Auffrischung
  • Einsatz und Umgang mit Schutzausrüstungsgegenständen, Spezialwerkzeugen und speziellen Betriebsmitteln

Beispiele aus der Praxis

Dieses Seminar bietet Ihnen die geforderte Auffrischung der Theorie zu den im AuS-Pass aufgeführten Tätigkeiten.


Die Vorteile Ihrer Weiterbildung – Wiederholungsunterweisung Arbeiten unter Spannung (AuS) bis 1 kV

  • Sie frischen Ihre Kenntnisse in den Grundlagen der Elektrosicherheit – insbesondere zum Arbeiten unter Spannung – auf und sind auf dem aktuellen Stand.
  • Sie kennen die relevanten rechtlichen und normativen Grundlagen – DGUV Regel 103-11
    (vormals BGR A3), DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3) und VDE 0105 Teil 100.
  • Sie wissen, welche Aufgaben die Anlagenverantwortlichen Fachvorgesetzten und das ausführende Personal haben.
  • Sie sind in der Lage, bei Arbeiten an aktiven Teilen die damit verbundenen Gefahren zu erkennen und zu beurteilen.
  • Ihre Befähigung, die im Praxisteil aufgeführten Arbeiten unter Spannung fachgerecht und gefahrlos nach den Vorgaben von ArbSchG, TRBS, DGUV Regel 103-11 und VDE 0105 Teil 100 durchzuführen, wird gefestigt.

Die Schwerpunkte des Seminars

  • Rechtsgrundlagen
  • Die Gefahren des elektrischen Stroms
  • Arbeiten unter Spannung nach DGUV Regel 103-11
  • Betrieb von und Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln
  • Workshop – Erfahrungsaustausch
 Detaillierte Inhalte zum Seminar

Rechtsgrundlagen

  • Arbeitsschutzgesetz und neue Betriebssicherheitsverordnung in Auszügen
  • Unfallverhütungsvorschriften, DGUV Vorschrift 1, DGUV Vorschrift 3 (vormals BGV A3)
  • Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS)
  • Wer darf was? – Mitwirkende bei elektrotechnischen Arbeiten

Die Gefahren des elektrischen Stroms

  • Gründe für Arbeitsschutzmaßnahmen: Unfallursachen, Unfallstatistiken, Unfallbeispiele (ausgesuchte Einzelfälle)
  • Auswirkungen von elektrischen Strömen auf den Menschen – Kurzfassung − Körperdurchströmung
  • Lichtbogenbildung
  • Sekundärauswirkungen

Arbeiten unter Spannung nach DGUV Regel 103-11

  • Theoretische Ausbildung
  • Praktische Ausbildung
  • Technische Grenzen und technologische Abgrenzungen
  • Anforderungen an beteiligtes Personal, Ausrüstungsgegenstände und Arbeitsvorbereitung
  • AuS-Sicherheitsdreieck

Betrieb von und Umgang mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln

  • Auszüge aus der DIN VDE 0105-100 – Umgang mit Ausrüstungsgegenständen, Werkzeugen, Hilfsmitteln, Betriebsmitteln und Anlagen
Workshop – Erfahrungsaustausch
  • Probleme und Fragen aus dem Praxisalltag
  • Fachsimpeln unter Fachkollegen

 VDSI-Punkte

Dieses Seminar wird vom VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Sie erhalten mit Ihrer Teilnahme:

WEKA Akademie 1 VDSI Punkt Arbeitsschutz

 Teilnehmerkreis

Verantwortungsträger und Mitwirkende in Bereichen der Elektrotechnik:

  • in erster Linie Elektrofachkräfte, auch solche für festgelegte Tätigkeiten
  • Meister, Techniker, Ingenieure
  • Betreiber, Anlagen- und Arbeitsverantwortliche
  • in Ausnahmefällen auch elektrotechnisch unterwiesene Personen (EuP)

Referent

Foto Schlüter, Ferdinand, Dipl.-Ing.
Schlüter, Ferdinand, Dipl.-Ing.

Der Diplom-Ingenieur ist Betreiber eines Ingenieurbüros für Elektrotechnik und Energietechnik ...

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