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Zertifikats-Lehrgang: Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)

Grundlagenausbildung und fachspezifisches Ausbildungsmodul gemäß DGUV-Vorschrift 3 und DGUV-Grundsatz 303-001

Schaltberechtigung für elektrotechnische Anlagen bis 30 kV

Der Zertifikatslehrgang befähigt Nicht-Elektrofachkräfte, selbstständig wiederkehrende und festgelegte Arbeiten an elektrischen Anlagen und Maschinen durchzuführen. Der Lehrgang richtet sich z.B. an Industriemechaniker, Handwerker und Servicetechniker.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung in Theorie und Praxis die ihm übertragenen elektrotechnischen Arbeiten in Bezug auf mögliche Gefährdungen beurteilen und entsprechende Schutzmaßnahmen einleiten kann sowie die relevanten Bestimmungen kennt und beachtet. Festgelegte Tätigkeiten sind gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Arbeiten an Betriebsmitteln, die vom Unternehmer in einer Arbeitsanweisung festgelegt sind.

Unser praxiserfahrener Dozent vermittelt Ihnen Kernkompetenzen im Bereich der Elektrotechnik für die Montage, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung elektrotechnischer Anlagen und Maschinen. Somit erhalten Sie das notwendige Fach-Know-how in Theorie für Ihre tägliche Arbeit als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT).

Hinweis:

Der Lehrgang ist um den unternehmensspezifischen Teil, der in jedem Unternehmen andere spezifische Tätigkeiten enthält, im Unternehmen selbst zu ergänzen. Anschließend erfolgt die Bestellung zur „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ gemäß DGUV-Vorschrift 3 durch den Unternehmer oder seine verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) im Betrieb.

Ausbildungskriterien:

Wie die Ausbildung zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten gestaltet sein muss, ist in der Durchführungsanweisung der DGUV-Vorschrift 3 und im DGUV-Grundsatz 303-001 beschrieben. Der Gesamtumfang sollte mindestens die geforderten 80 UE (Unterrichtseinheiten á 45 Minuten) beinhalten.

In diesem Lehrgang wird die Grundausbildung (theoretische Teil mit praktischen Ergänzungen) des geforderten Gesamtumfangs behandelt (40 UE). Mit praktischen Übungen wird der vermittelte theoretische Inhalt verfestigt und durch ‚Selbermachen‘ und ‚Anfassen‘ ein viel besserer Lernerfolg erzielt.

Neben den Grundlagen der Elektrotechnik liegt ein Schwerpunkt dieses Ausbildungsteils in der Vermittlung der nötigen Kenntnisse und Fertigkeiten zur Prüfung von Anlagen, Geräten und Maschinen vor der (Erst-)Inbetriebnahme oder Wiederinbetriebnahme nach Reparatur, Wartung, Umbau, Erweiterung oder Sonstiges. Die Durchführung der geforderten Prüfungen vor Erst- oder Wiederinbetriebnahme werden vom Gesetzgeber gefordert und sind nur den benannten Elektrofachkräften vorbehalten. Diese Prüfungen müssen aber mit erledigt werden können, damit eine solche ‚Elektroarbeit‘ rechtlich einwandfrei abzuschließen ist und eine Inbetriebnahmen mit Prüfung erfolgen kann!

Die Qualifikation hierfür erfolgt in diesem Lehrgang in Theorie und Praxis!

Unser Zertifikatslehrgang schließt mit der Durchführung der in der DGUV-Vorschrift 3 vorgeschriebenen theoretischen Prüfung ab.

Die fachpraktische Prüfung ist im betreffenden Unternehmen abzurunden.


Die Lernziele Ihrer Weiterbildung – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)

  • Sie kennen die Rechtsgrundlagen für das Arbeiten an elektrischen Anlagen, die Aufgaben und Pflichten einer EFKffT, aber auch die Grenzen dieser Tätigkeiten.
  • Sie können die Gefahren bei elektrotechnischen Tätigkeiten einschätzen und kennen geeignete Schutzmaßnahmen.
  • Sie beherrschen den sicheren Umgang mit elektrischen Messmitteln, Anlagen und Betriebsmitteln sowie mit lebensgefährlichen Spannungen und Strömen im Niederspannungsbereich bis 1 kV
  • Sie sind in der Lage, elektrotechnische Anlagen sicher zu installieren, in Betrieb zu nehmen und zu warten sowie Messungen durchzuführen und die Ergebnisse fachgerecht zu bewerten und zu dokumentieren.

Die Schwerpunkte des Lehrgangs

  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Grundlagen Elektronik und Steuerungstechnik
  • Schutzkonzepte in der Elektrotechnik
  • Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms
  • Rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten
  • Grundlegende elektrotechnische Tätigkeiten mit praktischen Übungen
  • Schutzkonzepte für die elektrische Infrastruktur in der Industrie
  • Praktische Übungen im Rahmen der Grundausbildung
  • Theoretische und praktische Prüfung zum Nachweis der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten
 Detaillierte Inhalte des Lehrgangs

Grundlagen der Elektrotechnik

  • Was ist elektrischer Strom? Ohmsches Gesetz, Stromkreis und Grundschaltungen
  • Elektrische Verbindungen
  • Elektrotechnische und elektronische Bauelemente
  • Lesen von Schaltplänen

Grundlagen Elektronik und Steuerungstechnik

  • Grundlagen der elektrischen/elektronischen Schaltungstechnik
  • Einführung: Schaltungstechnik, Schütz- und Installationsschaltungen
  • Ausblick: Kompaktsteuerungen

Schutzkonzepte in der Elektrotechnik

  • Netzsysteme, ihr Aufbau und ihre Besonderheiten
  • Schutzklassen und Schutzarten
  • Schutzmaßnahmen gegen direktes und indirektes Berühren
  • Fehlerschutz
  • Prüfung der Schutzmaßnahmen und Schutzvorrichtungen

Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms

  • Körperdurchströmung
  • Störlichtbogen
  • Sekundärauswirkungen

Rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Die „anerkannten Regeln der (Elektro-)Technik“

Grundlegende elektrotechnische Tätigkeiten mit praktischen Übungen

  • Aufbau und Verdrahtung („Stecken“) von Grundschaltungen
  • Messen von Grundgrößen im einfachen Stromkreis sowie in Reihen- und Parallelschaltungen zur Festigung der Theoriekenntnisse
  • Messtechnische Überprüfung von elektromagnetischen Schaltgeräten

Schutzkonzepte für die elektrische Infrastruktur in der Industrie

  • Elektrische Ausrüstung von Maschinen nach DIN EN 60204-1 ( VDE 0113-1) – Auszüge
  • Besonderheiten aus der Norm DIN EN 61439 Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen
  • Netzsysteme, Schutzklassen und Schutzarten
  • Schutzmaßnahmen gegen direktes und indirektes Berühren in elektrischen Steuerungen
  • Fehlerschutz
  • Prüfung der Schutzmaßnahmen und Schutzvorrichtungen

Praktische Übungen im Rahmen der Grundausbildung

  • Messen von Grundgrößen
  • Messtechnische Überprüfung von elektromagnetischen Schaltgeräten
  • Wichtige Betriebsmittel, ihr Aufbau und ihre dokumentarische Darstellung
  • Aufbau und Verdrahtung von Schaltungen der Industrie- und Steuerungstechnik
    • Schaltpläne lesen und verstehen können
    • Die unterschiedlichen Darstellungsarten
    • Arbeiten mit Blockschaltbildern
    • Selbsthaltung von einer oder mehreren Schaltstellen
    • Wendeschützschaltung – Drehrichtungsumkehr mit den verschiedenen Umschaltbedingungen
  • Optional; -Abhängig vom Lernfortschritt und von der Gruppenzusammensetzung
    • Stern-/Dreieckschützschaltung – handbetätigt und automatisch
    • Folgeschaltung, der Ansatz einer Schrittsteuerung – ein „kreativer Versuch“
    • Der Schritt von der verbindungsprogrammierten zur speicherprogrammierten Steuerung (VPS → SPS)
    • Überprüfung von elektrischen Anlagen und Geräten vor Inbetriebnahme bzw. Wiederinbetriebnahme nach DGUV-Vorschrift 3 und fachgerechte Dokumentation
  • Rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten – Auffrischung und Besonderheiten
  • Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms bei Arbeiten an elektrischen Steuerungen oder Industrieanlagen

Theoretische und praktische Prüfung zum Nachweis der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten

 VDSI-Punkte

Dieser Lehrgang wird vom VDSI – Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.

Sie erhalten mit Ihrer Teilnahme:

WEKA Akademie 3 VDSI Punkt Arbeitsschutz

 Teilnehmerkreis
  • Fach-und Führungskräfte aus Industrie, Fertigung und Produktion, die für die Inbetriebnahme, Änderung, Wartung und Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln eingesetzt werden sollen und idealerweise elektrotechnische Grundkenntnisse mitbringen, und aus den Bereichen Mechanik, Arbeitssicherheit, Instandhaltung, Wartung und Kundendienst sowie Mitarbeitende, die für die Inbetriebnahme und Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln eingesetzt werden sollen
  • Eine technische Grundausbildung außerhalb der Elektrotechnik ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
 Voraussetzung für die Teilnahme
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf und Erfüllung der Voraussetzungen gemäß DGUV-Vorschrift 3
  • Elektrotechnische Basiskenntnisse
  • Teilnahme am Webinar und Bearbeitung der Selbstlernmaterialien

Referent

Foto Schlüter, Ferdinand, Dipl.-Ing.
Schlüter, Ferdinand, Dipl.-Ing.

Der Diplom-Ingenieur ist Betreiber eines Ingenieurbüros für Elektrotechnik und Energietechnik ...

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