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Zertifikats-Lehrgang: Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT)

Grundlagenausbildung und fachspezifisches Ausbildungsmodul gemäß DGUV Vorschrift 3 und DGUV Grundsatz 303-001

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFffT)

Der Zertifikatslehrgang befähigt Nicht-Elektrofachkräfte, selbstständig wiederkehrende und festgelegte Arbeiten an elektrischen Anlagen und Maschinen durchzuführen. Der Lehrgang richtet sich z.B. an Industriemechaniker, Handwerker und Servicetechniker.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) ist, wer aufgrund seiner fachlichen Ausbildung in Theorie und Praxis die ihm übertragenen elektrotechnischen Arbeiten in Bezug auf mögliche Gefährdungen beurteilen und entsprechende Schutzmaßnahmen einleiten kann sowie die relevanten Bestimmungen kennt und beachtet. Festgelegte Tätigkeiten sind gleichartige, sich wiederholende elektrotechnische Arbeiten an Betriebsmitteln, die vom Unternehmer in einer Arbeitsanweisung festgelegt sind.

Unser praxiserfahrener Dozent vermittelt Ihnen Kernkompetenzen im Bereich der Elektrotechnik für die Montage, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung elektrotechnischer Anlagen und Maschinen. Somit erhalten Sie das notwendige Fach-Know-how in Theorie und Praxis für Ihre tägliche Arbeit als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT).

Der Lehrgang ist um den unternehmensspezifischen Teil, der in jedem Unternehmen andere spezifische Tätigkeiten enthält, im Unternehmen selbst zu ergänzen. Anschließend erfolgt die Bestellung zur „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“ gemäß DGUV-Vorschrift 3 durch den Unternehmer oder seine verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) im Betrieb.

Wie die Ausbildung zur EFKffT gestaltet sein muss, ist in der Durchführungsanweisung der DGUV-Vorschrift 3 und im DGUV-Grundsatz 303-001 beschrieben. Der Gesamtumfang dieses Zertifikatslehrgangs beträgt die geforderten 80 UE (Unterrichtseinheiten á 45 Minuten).

Der Zertifikatslehrgang schließt mit der Durchführung der in der DGUV-Vorschrift 3 vorgeschriebenen theoretischen und fachpraktischen Prüfung ab.


Folgende Termine stehen zur Verfügung:

Modul 1: Kick-Off-Webinar
17.05.2018 Virtueller Seminarraum
09:00–10:30 Uhr und 11:00–12:30 Uhr

Modul 2: Selbstlernphase

Modul 3: Präsenz-Workshops Teil 1 + Teil 2
05.–08.06.2018 und 19.–22.06.2018 Münster
09:00–17:00 Uhr

Modul 1: Kick-Off Webinar
23.10.2018 Virtueller Seminarraum
09:00–10:30 Uhr und 11:00–12:30 Uhr

Modul 2: Selbstlernphase

Modul 3: Präsenz-Workshops Teil 1 + Teil 2
13.–16.11.2018 und 27.–30.11.2018 Fulda
09:00–17:00 Uhr

 Lehrnmethode

Der Zertifikatslehrgang wird in einer Abfolge von Webinar, vor- und nachbereitenden Selbstlernphasen und zwei kompakten Präsenzeinheiten durchgeführt und ist damit auf die besonderen Belange Berufstätiger ausgerichtet.

Kick-off-Webinar
Das „Live“-Web-Seminar findet im virtuellen Seminarraum statt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten. Sie loggen sich zu Ihren gebuchten Zeiten ins Seminar ein. Auftretende Fragen können unmittelbar im Chat gestellt und diskutiert werden.
Das Webinar dauert 2 mal 90 Minuten, beide Teile werden mit einer Pause von 30 Minuten hintereinander durchgeführt. Die Dauer des Webinars entspricht 4 UE.

Selbstlernmaterialien
Mit den Selbstlernmaterialien sind eine Nachbereitung des Webinars sowie eine Vorbereitung auf die Präsenz-Workshops möglich, die bei freier Zeiteinteilung individuell gestaltet werden können. Dies ermöglicht, dass alle Teilnehmer – mit unterschiedlichem Fachwissen im Vorfeld – einen einheitlichen Kenntnisstand zu Beginn der Präsenz-Workshops erhalten.
Die Materialien dienen zudem als Lehrgangsunterlagen während der gesamten Maßnahme und darüber hinaus.
Der Bearbeitungsaufwand entspricht ca. 12 UE (Unterrichtseinheiten á 45 Minuten).

Präsenz-Workshops
Im Anschluss finden zwei Präsenz-Workshops statt. In diesen Workshops vertiefen Sie die im Webinar und in der Selbstlernphase erlernten allgemeinen Grundlagen der Elektrotechnik. Im Fokus steht die praktische Vertiefung der elektrotechnischen Grundlagen durch Messungen und Aufbau kleinerer elektrischer Schaltungen inklusive der vom Gesetzgeber geforderten messtechnischen Prüfungen vor Inbetriebnahme bzw. Wiederinbetriebnahme. Die Bearbeitung konkreter Praxisprobleme, die Diskussion und der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer stellen den unmittelbaren Bezug zur beruflichen Praxis her.

Die 8 Unterrichtstage haben einen Umfang von insgesamt 64 UE (Unterrichtseinheiten á 45 Minuten) und schließen mit der Prüfung in Theorie und Praxis ab.

Der Gesamtumfang dieses Zertifikatslehrgangs beträgt die geforderten 80 UE (Unterrichtseinheiten á 45 Minuten).

Die Lernziele Ihrer Weiterbildung – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten (EFKffT) – Gebäude- und Installationstechnik

  • Sie kennen die Rechtsgrundlagen für das Arbeiten an elektrischen Anlagen, die Aufgaben und Pflichten einer EFKffT, aber auch die Grenzen dieser Tätigkeiten.
  • Sie können die Gefahren bei elektrotechnischen Tätigkeiten einschätzen und kennen geeignete Schutzmaßnahmen.
  • Sie beherrschen den sicheren Umgang mit elektrischen Messmitteln, Anlagen und Betriebsmitteln sowie mit lebensgefährlichen Spannungen und Strömen im Niederspannungsbereich bis 1 kV.
  • Sie sind in der Lage, elektrotechnische Anlagen sicher zu installieren, in Betrieb zu nehmen und zu warten sowie Messungen durchzuführen und die Ergebnisse fachgerecht zu dokumentieren.

Die Schwerpunkte des Lehrgangs

  • Grundlagen der Elektrotechnik
  • Grundlagen Elektronik und Steuerungstechnik
  • Schutzkonzepte in der Elektrotechnik
  • Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms
  • Rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten
  • Grundlegende elektrotechnische Tätigkeiten mit praktischen Übungen
  • Schutzkonzepte für die elektrische Infrastruktur in der Industrie
  • Praktische Übungen
  • Dokumentation
  • Theoretische und praktische Prüfung zum Nachweis der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten
 Detaillierte Inhalte des Lehrgangs

Grundlagen der Elektrotechnik

  • Was ist elektrischer Strom? Ohmsches Gesetz, Stromkreis und Grundschaltungen
  • Elektrische Verbindungen
  • Elektrotechnische und elektronische Bauelemente
  • Lesen von Schaltplänen

Grundlagen Elektronik und Steuerungstechnik

  • Grundlagen der elektrischen/elektronischen Schaltungstechnik
  • Einführung: Schaltungstechnik, Schütz- und Installationsschaltungen
  • Ausblick: Kompaktsteuerungen

Schutzkonzepte in der Elektrotechnik

  • Netzsysteme, ihr Aufbau und ihre Besonderheiten
  • Schutzklassen und Schutzarten
  • Schutzmaßnahmen gegen direktes und indirektes Berühren
  • Fehlerschutz
  • Prüfung der Schutzmaßnahmen und Schutzvorrichtungen

Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms

  • Körperdurchströmung
  • Störlichtbogen
  • Sekundärauswirkungen

Rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
  • Unfallverhütungsvorschriften
  • Die „anerkannten Regeln der (Elektro-)Technik“

Grundlegende elektrotechnische Tätigkeiten mit praktischen Übungen

  • Aufbau und Verdrahtung („Stecken“) von Grundschaltungen
  • Messen von Grundgrößen im einfachen Stromkreis sowie in Reihen- und Parallelschaltungen zur Festigung der Theoriekenntnisse
  • Messtechnische Überprüfung von elektromagnetischen Schaltgeräten

Schutzkonzepte für die elektrische Infrastruktur in der Industrie

  • Elektrische Ausrüstung von Maschinen nach DIN EN 60204-1 ( VDE 0113-1) – Auszüge
  • Besonderheiten aus der Norm DIN EN 61439 Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen
  • Netzsysteme, Schutzklassen und Schutzarten
  • Schutzmaßnahmen gegen direktes und indirektes Berühren in elektrischen Steuerungen
  • Fehlerschutz
  • Prüfung der Schutzmaßnahmen und Schutzvorrichtungen

Praktische Übungen

  • Messen von Grundgrößen
  • Messtechnische Überprüfung von elektromagnetischen Schaltgeräten
  • Wichtige Betriebsmittel, ihr Aufbau und ihre dokumentarische Darstellung
  • Aufbau und Verdrahtung von Schaltungen der Industrie- und Steuerungstechnik
  • Schaltpläne lesen und verstehen können
  • Die unterschiedlichen Darstellungsarten
  • Arbeiten mit Blockschaltbildern
  • Selbsthaltung von einer oder mehreren Schaltstellen
  • Wendeschützschaltung – Drehrichtungsumkehr mit den verschiedenen Umschaltbedingungen
  • Stern-/Dreieckschützschaltung – handbetätigt und automatisch
  • Folgeschaltung, der Ansatz einer Schrittsteuerung – ein „kreativer Versuch“
  • Der Schritt von der verbindungsprogrammierten zur speicherprogrammierten Steuerung (VPS → SPS)
  • Überprüfung von elektrischen Anlagen und Geräten vor Inbetriebnahme bzw. Wiederinbetriebnahme nach DGUV-Vorschrift 3 und fachgerechte

Dokumentation

  • Rechtliche Grundlagen und Verantwortlichkeiten – Auffrischung und Besonderheiten
  • Gefahren und Wirkungen des elektrischen Stroms bei Arbeiten an elektrischen Steuerungen oder Industrieanlagen

Theoretische und praktische Prüfung zum Nachweis der erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten

 Teilnehmerkreis
  • Fach-und Führungskräfte aus Industrie, Fertigung und Produktion, die für die Inbetriebnahme, Änderung, Wartung und Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln eingesetzt werden sollen und idealerweise elektrotechnische Grundkenntnisse mitbringen, und aus den Bereichen Mechanik, Arbeitssicherheit, Instandhaltung, Wartung und Kundendienst sowie Mitarbeitende, die für die Inbetriebnahme und Instandhaltung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln eingesetzt werden sollen
  • Eine technische Grundausbildung außerhalb der Elektrotechnik ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
 Voraussetzung für die Teilnahme
  • Mindestalter 18 Jahre
  • Abgeschlossene Berufsausbildung in einem technischen Beruf und Erfüllung der Voraussetzungen gemäß DGUV-Vorschrift 3
  • Elektrotechnische Basiskenntnisse
  • Teilnahme am Webinar und Bearbeitung der Selbstlernmaterialien

Referent

Foto Schlüter, Ferdinand, Dipl.-Ing.
Schlüter, Ferdinand, Dipl.-Ing.

Der Diplom-Ingenieur ist Betreiber eines Ingenieurbüros für Elektrotechnik und Energietechnik ...

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