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Weiterbildungen im Bereich Betriebsrat

gesetzlicher Schulungsanspruch

Mitarbeitervertreter haben gesetzlichen Anspruch auf Schulungen, die Kenntnisse vermittelt, die für ihre Arbeit erforderlichen sind.
Dieser Anspruch hat folgende Grundlagen:

  • Betriebsräte gem. § 37 Abs. 6 und § 37.7 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG)
  • Personalräte gem. § 46 Abs. 6 und § 46 Abs. 7 des Bundespersonalvertretungsgesetzes (BPersVG) in Verbindung mit dem jeweiligen Landespersonalvertretungsgesetz
  • Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) gem. § 37.6 BetrVG
  • Schwerbehindertenvertretung gem. Sozialgesetzbuch IX § 96 Abs. 4
  • Gleichstellungsbeauftragte gem. § 10.5 BGleiG

Weiterbildung als Betriebsrat?

Grundkenntnisse im Arbeitsrecht, Sozialrecht und Betriebsverfassungsrecht sind für Betriebsratsmitglieder erforderlich, um die BR-Arbeit verantwortungsvoll zu erledigen. „Arbeiten 4.0“ heißt der neue Prozess, der immer mehr das Arbeitsleben verändert. Im Fokus stehen Themen wie psychische Gesundheit am Arbeitsplatz, prekäre Beschäftigungsformen oder Demografiemanagement. Der Betriebsrat, als aktiver Mitgestalter guter Arbeitsbedingungen ist in diesem Wandel besonders gefordert. Betriebsräte müssen sich mehr denn je mit Burnout- oder anderen psychischen Erkrankungen sowie mit Mobbing auseinandersetzen. Und es müssen Antworten auf den demografischen Wandel gefunden werden, der sich in den Unternehmen bereits deutlich auswirkt. Weiterbildung, die den aktuellen Erkenntnissen der Arbeitspsychologie und der Demografieforschung entspricht, ist für Sie als Betriebsrat unverzichtbar.

Regelmäßige Informationen über die aktuellen Themen in der Arbeitswelt und über den neuesten rechtlichen Stand sind für den langfristigen Erfolg der Interessenvertretung essenziell. Eine auf den persönlichen Aufgabenschwerpunkt zugeschnittene Weiterbildung unterstützt Sie dabei.

Folgende Schulungsmaßnahmen werden nach § 37 Abs. 6 BetrVG als erforderlich anerkannt:

  • Grundkenntnisse des Betriebsverfassungsrechts, des Arbeitsrechts, Schwerbehindertenrechts
  • aktuelle Rechtsprechung zum BetrVG
  • Kenntnisse über Leistungsentlohnung, z.B. Akkord oder Leistungsbeurteilung
  • Lohngestaltung allgemein
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit
  • Arbeitszeit, vor allem vor Einführung neuer Arbeitszeitmodelle,
  • Gestaltung von Betriebsversammlungen
  • Bildschirmarbeit, Bildschirmarbeitsverordnung, Einführung von Telearbeit
  • Fragen der personellen Beteiligungsrechte, z. B. bei Einstellungen oder Kündigungen
  • Tarifvertragsrecht, sofern im Betrieb Tarifverträge zur Anwendung kommen
  • Rhetorik, Gesprächs-, Diskussions- und Verhandlungsführung
  • EDV, vor allem bei Neueinführung von Hard- oder Software
  • BR-Wahlen, allerdings nur für Wahlvorstandsmitglieder
  • Mobbing im Betrieb

Aufgaben des Betriebsrats

Die Interessen der Arbeitnehmer in die Planungen und Maßnahmen des Unternehmens einzubringen ist die zentrale Aufgabe des Betriebsratsgremiums als Bindeglied zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Außerdem muss der Betriebsrat die Einhaltung der zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen überwachen. Weitere Aufgaben sind

  • Soziale Angelegenheiten
  • Personelle Angelegenheiten und Berufsbildung
  • Gesundheitsschutz und Arbeitsplatzgestaltung
  • Wirtschaftliche Angelegenheiten

Rechte des Betriebsrats

Die Rechte des Betriebsrats gliederte das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG), Grundlage der Betriebsratsarbeit, in drei Kategorien:

  • Mitbestimmungsrechte
  • Beteiligungsrechte
  • Informationsrechte

Die Referenten der WEKA Akademie machen Sie fit für diese schwierigen Aufgabenstellungen.

Können wir Sie unterstützen oder haben Sie noch Fragen?

Schreiben Sie uns und wir finden gemeinsam die Weiterbildung, die zu Ihnen passt!