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Seminar: Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

In sieben Schritten zum Erfolg – von der Ermittlung psychischer Belastungen über die Maßnahmenumsetzung bis zur rechtssicheren Dokumentation

Mehrere Begriffe zum Thema psychische Belastung am Arbeitsplatz

In allen Bereichen der Arbeitswelt haben psychische Belastungen stetig zugenommen. Zunehmende Arbeitsverdichtung, die Forderung nach höherer Produktivität trotz sinkender Mitarbeiterzahlen, demografischer Wandel, Globalisierung und Mobilität, ständige Erreichbarkeit, Arbeitsplatzunsicherheit – die Liste der Ursachen lässt sich beliebig fortführen.

Psychische Belastungen gefährden die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind das Zukunftsthema im präventiven betrieblichen Gesundheitsschutz! Das hat der Gesetzgeber mit einer Novellierung des Arbeitsschutzgesetzes im Oktober 2013 deutlich gemacht.

Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen stellt eine große Herausforderung für die Betriebe dar, da sie weit über den traditionellen, technisch orientierten Arbeitsschutz hinausgeht. Trotz – oder gerade wegen – zahlreicher Empfehlungen und Handlungshilfen wissen viele Betriebe nicht, wie sie das Thema psychische Belastungen anpacken können.


Die Vorteile Ihrer Weiterbildung – Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

  • Sie erhalten einen umfassenden Überblick über die Rechtsgrundlagen.
  • Sie erfahren, welchen Nutzen Ihr Betrieb durch eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen hat.
  • Sie lernen die rechtssichere und erfolgreiche Vorgehensweise und Dokumentation gemäß der GDA-Leitlinie sowie ausgewählte Analyseinstrumente kennen.
  • Sie entwickeln exemplarisch Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention.

Die Schwerpunkte des Seminars

  • Rechtliche Grundlagen
  • Nutzen für Unternehmer und Mitarbeiter
  • Definition „psychische Belastung“ im Rahmen des Belastungs-Beanspruchungs-Modells
  • Planung, Organisation und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
  • Ausgewählte Analyseinstrumente und -verfahren
  • Präventionsmaßnahmen
  • Aufbau und Inhalt der Dokumentation
 Detaillierte Inhalte des Seminars

Rechtsgrundlagen

  • Grundsätze gemäß Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)
  • Ergänzende Verordnungen und Normen

Nutzen für Unternehmer und Mitarbeiter

  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
  • Strukturiertes Vorgehen zur präventiven Verbesserung der Arbeitsbedingungen
  • Einfluss auf Mitarbeitermotivation, Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit, Arbeitgeberattraktivität, Produktqualität und Kundenzufriedenheit
  • Optimierung vorhandener Unternehmensstrukturen und -prozesse und Weiterentwicklung der Unternehmenskultur

Definition „psychische Belastung“ im Rahmen des Belastungs-Beanspruchungs-Modells

  • Was versteht man unter psychischer Belastung, psychischer Beanspruchung oder Beanspruchungsfolgen?
  • Wie wirken Belastungsfaktoren und Ressourcen?
  • Was genau ist eigentlich Stress?

Planung, Organisation und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Der Gesamtprozess Schritt für Schritt:

  • Tätigkeiten/Arbeitsbereiche festlegen: Was soll untersucht werden?
  • Psychische Belastung bei der Arbeit ermitteln: Wie kann psychische Belastung gemessen werden?
  • Psychische Belastung beurteilen: Wie kann man einschätzen, ob mögliche Gefährdungen vorliegen?
  • Maßnahmen entwickeln und umsetzen: Wie ist dabei konkret vorzugehen?
  • Wirksamkeit kontrollieren: Wie lässt sich feststellen, ob Maßnahmen erfolgreich sind?
  • Aktualisierung/Fortschreibung: Wie hält man die Gefährdungsbeurteilung aktuell?
  • Dokumentation: Wie können Ergebnisse sinnvoll und rechtssicher dokumentiert werden?

Ausgewählte Analyseinstrumente und -verfahren

Welches Instrument ist für welchen Betrieb geeignet? WAI, KOEPS, FABA, AVEM oder doch vielleicht ISTA oder SALSA? Drei verschiedene Vorgehensweisen haben sich mittlerweile bewährt und werden von der GDA empfohlen:

  • Mitarbeiterbefragungen
  • Beobachtungsinterviews
  • Moderierte Analyse-Workshops

Präventionsmaßnahmen

  • Verhältnisprävention und Verhaltensprävention
  • Was kann der Betrieb für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun?
  • Was können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für sich selbst tun?

Aufbau und Inhalt der Dokumentation

  • Wie kann der Arbeitgeber seiner Dokumentationspflicht rechtssicher nachkommen?
  • Mindestanforderungen an die Dokumentation
    • Beurteilung der Gefährdung
    • Festlegung konkreter Maßnahmen einschließlich Termine und Verantwortlichkeiten
    • Durchführung der Maßnahmen
    • Überprüfung der Wirksamkeit
    • Datum der Erstellung

 Teilnehmerkreis

Unternehmer, betriebliche Führungskräfte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsräte


Referent

Foto James, Michael, M.A. (Univ.)
James, Michael, M.A. (Univ.)

Michael James, M.A. (Univ.), Gründer und Motor des Netzwerks „Gesund-und-sicher-im-Betrieb“, ...

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