Gestaltung von Sicherheits- und Warnhinweisen

Normgerechte Sicherheitshinweise für Produktkennzeichnung und Betriebsanleitung – so gelingt Ihnen die Umsetzung von der Risikobeurteilung zur Nutzerinformation

Gemäß neuer Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und neuer DIN EN ISO 12100:2010

Das Thema "Sicherheits- und Warnhinweise" ist bei den jeweils Verantwortlichen häufig eine "Dauerbaustelle". So wird das zugrundeliegende Sicherheitskonzept von Betriebsanleitungen vor allem dann genauer beurteilt, wenn es um die Haftung des technischen Redakteurs oder Produktherstellers geht.

Sicherheits- und Warnhinweise korrekt erstellen

 

Aber schon bei der Ausführung von Sicherheits- und Warnhinweisen hapert es in der Praxis allzu häufig am grundlegenden Verständnis. Der fehlende Bezug zu den Vorgaben der Risikobeurteilung, die falsche Platzierung im Text oder die mangelnde Kennzeichnung und unvollständige innere Struktur der Warnhinweise – all diese Unsicherheiten sind sehr riskant.

Doch hier setzt unser Workshop an. Hier lernen Sie die wichtigsten Anforderungen der gesetzlichen Vorschriften im Detail kennen. Der Referent benennt die notwendigen Voraussetzungen und beantwortet drängende Fragen aus der täglichen Redaktionspraxis. So „erlernen“ Sie schnell den richtigen Umgang mit Sicherheits- und Warnhinweisen und ergänzen rechtskonform das Sicherheitskapitel Ihrer Anleitungen.

Im Mittelpunkt der beiden Tage stehen Theorie und Praxis gleichermaßen: das Grundwissen zum Aufbau eines belastbaren Sicherheitskonzeptes sowie die Umsetzung strukturierter normenkonformer Hinweise. Damit sind Sie in der Lage, eigene Betriebsanleitungen im Betrieb zu beurteilen und gegebenenfalls zu verbessern.


Ihr Nutzen

  • Sie lernen die Anforderungen an normenkonforme Sicherheits- und Warnhinweise kennen.
  • Sie bekommen ein grundlegendes Verständnis für die normativen und gesetzlichen Quellen, nach denen Sicherheitshinweise zwingend erforderlich sind.
  • Sie sind sicher im Umgang mit einer vorhandenen Risikobeurteilung als unumgängliche Basis für Sicherheitshinweise.
  • Sie können effizient Sicherheits- und Warnhinweise nach der SAFE-Methode und nach der ANSI Z535 erstellen.
  • Sie gehen systematisch und zielgerichtet vor, um Warnaufkleber auf Maschinen zu entwickeln.


Die Schwerpunkte

  • Ausgangsbasis Risikobeurteilung – kurz und knapp
    - Gesetzliche Anforderungen zum Erstellen der Risikobeurteilung, insbesondere nach der neuen
       DIN EN ISO 12100
    - Zuständigkeit für die Risikobeurteilung im Unternehmen und Verantwortlichkeit des Entwicklers für minimierte   Gefährdungen – der Dyson-/Fukushima-Effekt
    - Methodik der Risikobeurteilung – nicht nur für die neue Maschinenrichtlinie
    - Vorteile einer Software-Unterstützung bei der Erstellung der Risikobeurteilung mit Programm-Demonstration
    - Interpretation der Risikobeurteilung hinsichtlich des Sicherheitskonzeptes für die Betriebsanleitung
    - Bestandsaufnahme der Restrisiken aus der Risikobeurteilung
  • Sicherheitskapitel – ein Muss in jeder Betriebsanleitung
    - Empfehlungen für den Aufbau des Sicherheitskapitels
    - Übliche Methoden zum Minimieren von Restrisiken
    - Sicherheits- und Warnhinweise in der Betriebsanleitung und auf dem Produkt
    - Klassifizieren von Sicherheits
    - und Warnhinweisen
    - Interne Technische Dokumentation als Absicherung für den Technikredakteur
  • Sicherheits- und Warnhinweise systematisch aufbauen
    - Klassen definieren, Symbole und Piktogramme festlegen
    - Hinweise auf Produkten
    - Allgemeine und handlungsbezogene Hinweise platzieren
    - Strukturieren nach SAFE-Methode oder ANSI Z535
    - Standardisieren von Hinweisen
  • Workshop – Übung macht den Meister
    - Sicherheits- und Warnhinweise für bestimmte Situationen konzipieren
    - In praktischen Übungen setzen die Teilnehmer das Erlernte um. Sie erstellen ein Sicherheitskonzept und   Sicherheits- und Warnhinweise für die Betriebsanleitung ihres Produktes.
    - Betriebsanleitungen der Teilnehmer (bitte mitbringen!) verbessern hinsichtlich Sicherheitskapitel,   Restrisiko-Information und allgemeiner Haftungsfragen


Ihr Referent

Thiele, Ulrich, Dr.

Dr. Thiele betreibt als selbstständiger Technikautor ein Netzwerk-Ingenieurbüro für Technikkommunikation. Er ist Zertifizierungsprüfer für die tekom und war Obmann für die Richtlinie VDI 4500.


Teilnehmerkreis

Technische Redakteure, Konstrukteure, Entwickler und Mitarbeiter, die für die Produktsicherheit bei Herstellern und Betreibern zuständig sind, sowie alle Personen, die Betriebsanleitungen in Maschinen- und Anlagenbau schreiben, oder die die Verantwortung für deren Inhalte tragen.

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Termine & Orte

19.09.2012 - 20.09.2012
Dortmund
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Web-Code:
6221

Dauer: 2-tägig
jeweils 09:00-17:00 Uhr

Teilnahmegebühr:
890,00 EUR
zzgl. 19% MwSt.



Ihr Leistungspaket:

  •   2x Mittagessen inkl. Getränk
  •   1x Abendessen inkl. Getränk
  •   Workshop-Unterlagen
  •   Zertifikat



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